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Tabak Total

Und was machen Sie 2018?

Letztes Wochenende ging in Dortmund die weltweit wichtigste Tabakfachmesse Intertabac über die Bühne. Wir fragten Schweizer Zigarrenproduzenten und Importeure, was sie nächstes Jahr so alles im Schilde führen.

Text und Fotos:
Tobias Hüberli

«Mehr Zigarren verkaufen», lautet die Standardantwort, fragt man einen Zigarrenhersteller nach seinen Plänen fürs nächste Jahr. War ja klar. Wie genau das die Schweizer Importeure und Produzenten im Detail anzustellen gedenken, wollten wir von ihnen an der Intertabac in Dortmund wissen.

Der Genfer Zigarrenmacher Sébastien Decoppet hat sich für nächstes Jahr speziell die Märkte Frankreich und Spanien vorgenommen. Wichtig ist auch das Geschäft in den USA. Zurzeit verkauft der in Genf aufgewachsene Zürcher rund 400000 Stück seiner Zigarremarke Cavalier of Geneva. Angefangen hat er mit 100000 Stück und in zwei Jahren will er die Millionenmarke überschreiten.

2018 hat Ray Bernasconi von The Royal Cigar Company ein Jubiläum zu feiern. Schon wieder. Heuer war es das 15-Jahr-Jubiläum seines Tabakfachgeschäfts House of Smoke in Basel. Nächstes Jahr, am 1. April, wird seine eigene Zigarrenmarke Gilbert de Montsalavat zehn Jahre alt. An der Messe präsentierte Bernasconi die Jubiläumszigarre Gilbert de Montsalvat 10th Anniversary. Nur gerade 1000 Kisten à zehn Stück kommen in den Handel. Zeit zum Feiern wird Bernasconi nächstes Jahr indes nicht haben. Zusammen mit seinem Aussendienst will er insgesamt sieben Märkte besuchen und Gilbert de Montsalvat intensiv promoten.

Einiges los hat Pablo Richard Schneider, Mitglied der Geschäftsleitung beim Schweizer Zigarrenhersteller Patoro. Im Herbst kommt eine Mini-Zigarillo-Linie auf den Markt. In Europa soll Patoro in der neu geschaffenen Vertriebsstruktur Landewyck Cigars noch mehr an Fahrt aufnehmen. Chef von Landewyck Cigars ist übrigens Max Leenheers, der bis vor Kurzem bei der Burger Söhne Holding AG tätig war. «Patoro ist ein hochwertiger Brand, den wir sehr selektiv promoten werden», so Leenheers. In Belgien und den Niederlanden soll die Marke zum Beispiel in höchstens zehn ausgewählten Tabakfachgeschäften erhältlich sein.

Beda Gmür
Marcel Knobel
Marcello Corazza

An einer regelrechten Geschichte schreibt Zigarrenproduzent Marcel Knobel. Insgesamt fünf verschiedene Linien seiner Marke Adventura hat er angekündigt. Im Oktober kommt nun die zweite Linie, Adventura the Navigator, auf den Markt. Im Januar will er mit El Loco eine «Seitenlinie» aus Mexiko präsentieren. «Ich glaube an den mexikanischen Tabak», sagt der Zigarrenenthusiast dazu. Distribuiert werden Knobels Zigarren in der Schweiz von Marcello Corazza, Chef der Importadora Corazza GmbH. In den USA übernimmt Caldwell Cigars diese Aufgabe. Die Aventura-Zigarren entstehen wie auch die Boutique-Longfiller von Caldwell in der Manufaktur von Henderson Ventura.

Mit viel mehr Lagerkapazität ausgestattet ist neuerdings die St. Galler Wellauer & Co. AG. Seit dem Umzug nach Rheineck hätte es durchaus Platz, um den Generalimport einer zusätzlichen Zigarrenmarke zu bewältigen, meint Produktmanager Beda Gmür. Vorantreiben wollen die Ostschweizer auch den Vertrieb ihrer Eigenmarke Samaná. Zurzeit ist die milde Apérozigarre in der Schweiz, in Deutschland, Österreich und Tschechien erhältlich. Weitere Märkte sollen folgen.

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